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September

Radshop Fritz

WeinSteinBike Wachau

Mühldorf i. d. Wachau, 8.5.2010


Harti

Hallo Radsportfans!

Nachdem ich bei der MTB-Marathon-Saisoneröffnung in St. Veit durch Abwesenheit glänzte, da ich in Linz das legendäre 2 mal jährlich stattfindende Schobesberger-Schrebergarten- Tischtennisturnier bestritt, das ich dank meinem kongenialen Spielpartner auch für mich entscheiden konnte, fiel vergangenen Samstag in Trandorf in der Wachau der Startschuss zur ebenso legendären Weinsteintour, dem Eröffnungsrennen sowohl der NÖ Hobby-Trophy als auch der Top 6 Serie.

Das Starterfeld wie immer weltklassemäßig besetzt: Jakob Nimpf, Michi Binder, Christoph Soukop, Magister Krenn, Rudi Trummer, Adi Wakonig, Ossi Vela, Michi Mitterbacher, besser bekannt als MrM, Martin „Drogenbaron“ Sator (bitte diese Bezeichnung hat mit Doping NICHTS zu tun, der Name ist vielmehr aufgrund seiner Vorliebe für Reggae-Musik entstanden), die Wiener Downhill-Legende Peter Deppner, und sogar aus Saalbach war der Reini Woisetschläger angereist. Nicht minder beeindruckend das Starterfeld bei den Damen: Neben den oberösterreichischen Gemsen Heidi Scharnreiter und Lisi „Ubsi“ Unterbuchschachner gab auch die Weltcuperfahrene Martina Deubler ihr Comeback. Einzig den herausragendsten Athleten der vergangenen Jahre, den Herbert „Herbinator“ Neugebauer, auch „Gigant der Hobby-Trophy“ genannt, suchte man vergebens: der Übersiedlungsstress hatte ihn fest im Griff. Und der Gipfel der Frechheit war, dass der Herr Philipp „Don Sumo“ Mark auf der 22 km Kinderstrecke gestartet ist, wo er absolut nichts verloren hat mit solchen Wadeln!

Eingeschüchtert von der Gewalt solch großer Namen verzichtete ich auf einen Start auf der Langdistanz und wählte die klassische 38 km Strecke. Doch da erwartete mich bereits der erste Schock: Vor mir bauten sich Ossi, der Baron und Mr M auf, dazu noch der Deini, lauter Leute, die 40 bis 60 Stunden pro Woche trainieren und daher nichts zu suchen haben bei den Hobbetten. Dementsprechend schnell rutschte ich am ersten Anstieg zum Jauerling (der wurde diesmal als erster Berg anstatt wie bisher üblich als letzter gefahren, eine Änderung, die ich äußerst vernünftig finde) zurück, bis ich dort war, wo ich hingehöre: bei den unrasierten Hobbyfahrern, die ordentlich schnaufen, wenn es bergauf geht und keine Luft haben zum Plaudern, wie z.B. der Zamisch Fredl, der bald von hinten daherkam und mit mir ganz gemütlich über unseren bevorstehenden Ausflug zum 24h Rennen von Ligurien plaudern wollte. Als ich dem Herrn Alfred klargemacht hatte, dass es sich um kein Kaffeekränzchen handelt, sondern um ein Radrennen, und ich daher keine Luft zur Konversation habe, verschwand er nach vorne und ward bis ins Ziel nicht mehr gesehen. Bei etwa der Hälfte der durchaus recht steilen Jauerlingauffahrt kam dann noch der Daniel „Bub“ Vaverka daher, und wieder wars das gleiche Spiel: ich hatte weder Luft noch Lust zum Plaudern und während er ständig „Harti, zah an, fahr mit mit mir !“ rief, ließ ich ihn fahren (den Bub, nicht den Schas), weil das kann ich gar nicht leiden, wenn jemand die melancholisch-romantische Waldstimmung des südlichen Waldviertels durch lautes Geplapper stört.

Der Downhill war dann sehr schön wie immer, aber auch recht feucht und durchaus anspruchsvoll. Die Bärenwände, bisher der erste Anstieg standen diesmal als Zweites am Programm, auch hier einige sehr steile Stiche, die einem das Wasser in die Augen und das Blut in den Mund treiben konnten. Und man kommt sich eh schon recht schnell vor und dann fährt der Soukop (auf seiner 2. Runde) vorbei als wärs der Donauradweg. Aber zum Glück wurden die Berge im weiteren Verlauf immer niedriger und das Schönste war, dass diesmal das Ziel vor dem Jauerling war und nicht danach. Der Fredl war schon 15 Minuten da, der Bub auch, der Sieger bereits eine Dreiviertelstunde. Nur meinen Vereinskollegen Trefil Gustl konnte ich in Schach halten, aber es war ja auch sein erstes Mountainbike-Rennen.

Trotz einer leichten Unzufriedenheit mit der eher mittelmäßigen Zeit fand ich den Event großartig, wie in der guten alten Zeit der Hobby-Trophy. Nachdem in den letzten beiden Jahren ja eine leise Kritik aufgekommen war an den Veranstaltern, dass sie das Rennen in die Top 6 aufnehmen ließen, wo doch der Herr Baumeister Lorenz in früherer Zeit sehr auf den hobbysportlerischen Aspekt Wert gelegt hatte, so muss man sagen, dass heuer wieder sowohl organisatorisch als auch stimmungsmäßig alles gepasst hat und die Weinsteintour sicherlich eines der ganz großen Highlights der heimischen Bikeveranstaltungen darstellt. Nur die Siegerehrung verlief wie immer etwas schleppend, daher waren auch schon einige Leute abgereist.

Mit den Ergebnissen will ich mich nicht aufhalten, die kann man eh im dem Internet sehen, aber zu guter Letzt errang ich - ohne was gewonnen zu haben - die meisten Medaillen, da ich für den gesamten Bikestore, den Deppner Peter und den Sumo (der seine Kinderstrecke für sich entscheiden konnte, no na !) die Preise heim tragen durfte. Die hatten nämlich gar nicht gewusst, dass sie in der Union-Meisterschaft gewonnen hatten.

Und jetzt freu ich mich schon auf Finale Ligure in 2 Wochen, da machen wir ein 24h Intervalltraining, damit endlich meine Grundgeschwindigkeit bergauf ein wenig höher wird!

Liebe Grüße
Harti